Benromach Germany Exclusive – 2009


Dieser Benromach ist nach eigenen Angaben mit dem Destillery-Team sowie der Schlumberger Vertriebsgesellschaft für den deutschen Markt ausgesucht worden. Er wurde aus vier 11-jährigen First-Fill-Bourbon-Casks kreiert und in 1198 Flaschen mit 48% Vol. abgefüllt worden. Diese Abfüllung ist 2009 destilliert und am 27.01.2021[1]lt. den Angaben neben dem Bottlecode in die Flasche gefüllt worden. Dabei wurde er weder kühlfiltiert noch gefärbt.

Interessanterweise hat Schlumberger bereits im Jahr 2018 einen 9-jährigen Benromach aus 2009 in die Flasche füllen lassen. Dort waren es jedoch „nur“ 237 Flaschen. Damals abgefüllt unter dem Namen „German Selection by Schlumberger„. Dies war auch das erste Fass von Benromach, welches exklusiv für den deutschen Markt abgefüllt wurde.

Optik

Ein helles Strohgelb, fast in Richtung Honig-Farbend (Akazienhonig).

Nase

Ein frischer, nach Menthol erinnernder Duft zu Anfang. Er kommt kräftig daher. Nicht sehr körperreich, aber intensiv. Eine Süße kommt nach und nach mit frischen Bananen, Vanille und auch Malzigkeit. Nach den ersten Schlücken kommen Mango und Orangen hinzu. Ein schöner Speysider bis hierher, wie man sich die Speyside-typischen Aromen aus Erzählungen vorstellt.

Man kann sich schon etwas damit beschäftigen.

Geschmack

Im Gaumen rollt der Whisky leicht ölig über die Zunge. Ein kräftiger Antritt. Er entwickelt sich im Mund weiter. Er ist am Anfang erstmal verhalten, dann nimmt er an Frucht und Malzaromen hinzu und geht hinüber zu einer kräftigen Würzigkeit, ja fast Pfeffrigkeit. Schwarzer Pfeffer.

Nach etwas Zeit im Glas und ein paar Schlücken stellt sich das Gefühl nach etwas Rauch ein. Die Aromen erinnern mich zumindest an eine Rauchigkeit, wenn auch nur dezent. Eventuell kommt das vom Fass. Oder ist hier etwas leicht peated? (Antworten gerne in den Kommentaren)

Die Fruchtigkeit nimmt im Gaumen zu und bestätigt ebenfalls die Nase. Orangen, Mango und Malz. Die gesamte Zeit geführt von leichten Rauch- und deutlichen Vanillenoten. Die Süße gefällt mir bei diesem Whisky ebenfalls gut.

Finish

Der Abgang ist Mittel- bis Lang. Es bleibt eine holzige Bitterkeit stehen. Zu Anfang weis ich nicht genau, ob mir das gefällt oder nicht. Er ist in jedem Falle Angriffslustig aber der Alkohol ist gut eingebunden. Die Orangen sind intensiver geworden und bleiben auch das gesamte Finish über bestehen.

Fazit

Zum Ende hin muss ich sagen, dass mir die Anfangs doch etwas irritierende Bitterkeit gut gefällt. Sie gibt dem Whisky eine gute Balance, da die Bitterkeit nicht zu intensiv ist und sich auch gut zu dem Rest einpflegt. Insgesamt hat dieser Benromach Ecken und Kanten, die ihm wirklich gut stehen. Er ist etwas angriffslustiger aber nicht unausgeglichen.

Man sollte dem Whisky im Gaumen etwas Zeit geben. Er entwickelt sich nach und nach. Dadurch kommt eine gewisse Komplexität.

Würde ich mir den Whisky nochmals kaufen? Nunja, um jemandem einen Speysider mal vorzustellen würde ich diesen definitiv einschenken. Er lässt sich gut trinken und macht Spass. Eine weitere Flasche benötige ich jedoch nicht.

Weitere Infos

Whiskybase

Quellen[+]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.